Krisenhilfe sollte im 21. Jahrhundert ankommen. Gerade für Jugendliche sind die vorhandenen Angebote oft unattraktiv und unintuitiv.

Krisen und Depressionen sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Selbstmord ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen. Sie sind vielen überfordernden Veränderungen ausgesetzt, doch ihnen fehlt häufig ein Ansprechpartner, um Hilfe zu erhalten. Viele Hilfsorganisationen unterstützen Menschen in Krisen. Leider wird diese Unterstützung von Jugendlichen oft nicht genutzt - aus Angst, aus Unwissenheit oder wegen veralteter Angebote.

Der Service „FLOAT“ bietet Krisenhilfe für Jugendliche im Zeitalter des Smartphones. Dabei werden verschiedene Krisenhilfen vernetzt, um umfassende Hilfe zu ermöglichen. Im Vordergrund steht ein Chat mit professionellen Helfern und ein Gefühlstagebuch gibt Aufschluss über Ursachen von Stimmungen.

„FLOAT“ ist Krisenintervention und -prävention. Je eher Hilfe vermittelt wird, desto besser. Die Hemmschwelle soll so niedrig wie möglich gehalten werden, deshalb hebt sich „FLOAT“ von anderen Krisenhilfen ab und holt Jugendliche in ihrem Medium ab - dem Smartphone.

Features von „FLOAT“

Features von „FLOAT“

Helferchat

Gespräche mit ausgebildeten Helfer/innen

Gefühlstagebuch

Emotionen erkennen und benennen

Statistiken

Lernen, den Alltag zu verbessern

Einführung

Schnell erfahren, was die App leistet.

Die Boje „Flo“ führt die Jugendlichen in die App ein. Dort erfähren sie, dass ihnen Helfer vermittelt werden und dass sie ein Gefühlstagebuch führen können, in dem sie lernen mit ihren Gefühlen umzugehen.

Die Namensherkunft von „FLOAT“ wird zudem erläutert. Den Jugendlichen wird visualisiert, dass sie nicht in ihren Emotionen ertrinken müssen, sondern lernen können, auf ihnen zu schwimmen.

Chatbot

Ersteinstufung mit Hilfe von „Flo“.

Es steht nicht immer sofort ein/e Helfer/in zur Verfügung. Damit die Wartezeit der Jugendlichen überbrückt wird, werden ihnen individualisierte und kontextuelle Fragen gestellt, die einen ersten Eindruck vom Problem liefern. So kann der/die Helfer/in direkt anknüpfen.

Sollte sich ein/e Jugendliche/r mit alamierenden Problemen wie Suizidgedanken melden, so wird dieser an die Spitze der Warteschlange gestellt.

Helferchat

Mit geschulten Helfer/innen erste Hilfe finden.

Nachdem eine/e Helfer/in frei geworden ist, wird der/die Jugendliche nach Zustimmung weiter vermittelt. Hier entsteht ein Raum, in dem man über alles anonym schreiben kann und man erhält Rat, wie man weiterführende Hilfe bekommen kann oder in Zukunft besser mit Problemen umgehen kann.

Zur Qualitätssicherung kann der/die Jugendliche am Ende des Helferchats eine Bewertung des Gesprächs abgeben.

Gefühlstagebuch

Stimmungen erkennen und dazugehörige Ursachen und Emotionen finden.

Es ist meist schon eine große Hilfe, sich mit seinen Emotionen Auseinanderzusetzen und diese zu notieren. Der/die Jugendliche/r kann innerhalb von 1-2 Minuten einen Gefühlstagebucheintrag erstellen.

Es reichen also ein paar Minuten am Tag, um drei mal täglich seine Gefühle einzutragen.

Statistiken

Den Alltag verbessern mit dem Gefühlstagebuch.

Es wird dem/der Jugendlichen leicht gemacht, mit „FLOAT“ seinen Alltag zu verbessern. Die Tagebucheinträge werden in eine Statistik umgewandelt und Regelmäßigkeiten erkannt.

Somit kann der/die Jugendliche sich auf die Dinge konzentrieren, die ihm/ihr gut tun und andere Tätigkeiten vermeiden oder verbessern, die sich negativ auf ihre/seine Stimmung auswirken.

Notfalllinks

Immer die passende Hilfe erhalten. Egal wann, wie und wo.

Es wird den Jugendlichen nicht einfach gemacht, die richtige Krisenhilfe zu finden. Bei „FLOAT“ werden einem die passenden Krisenhilfen in der Umgebung vorgeschlagen.

Der/die Jugendliche kann so eine Krisenhilfe anrufen, einen Standort besuchen oder wieder einen Helferchat beginnen.

Auch auf der Website muss Hilfe direkt angeboten und durchgeführt werden!

Die Website von „FLOAT“ steigt direkt mit einem Chat ein. So ist sie direkt an den/die Jugenliche/n gerichtet, nicht an seine/ihre Eltern. Nach ein paar Sekunden tritt der Rest der Seite zum Vorschein, um die App und den Service zu erklären.

Ziel ist es, dass die App heruntergeladen wird, dennoch ist es möglich, auch schnell Hilfe im Chat zu liefern. Die Website soll es dem/der Jugendlichen so einfach wie möglich machen, die Hilfe zu bekommen, die er/sie benötigt.

Eine Kampagne um an Schulen, Unis und in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu schaffen.

Auch bei der Kampagne möchte „FLOAT“ nicht auf die Tränendrüse drücken. Mit frischer Farbe, Sprüchen aus der Jugend- und Popkultur erschafft „FLOAT“ einen anderen Zugang zum Thema Krisenhilfe. Der erste Eindruck soll die Leichtigkeit vermitteln, mit der man Hilfe erhält.

Auf den Straßen Schokolade als kleinen Helfer erhalten. Im Web die langfristige Hilfe erhalten.

„Jugendliche können nicht depressiv werden.“, „Das ist nur eine Phase.“ und „Das wird schon wieder, iss einfach ein bisschen Schokolade!“ sind häufige Sprüche in unserer Gesellschaft. Diese Vorurteile sollen mit kleinen Aktionen wie der Folgenden bekämpft werden.

Auch hier geht es darum, dem/der Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen — nicht mit dem mahnenden Finger oder einem traurigen Gesicht. Somit kann erreicht werden, dass sich Hilfe zu suchen ganz normal ist.

„FLOAT“ ist eine Arbeit von Niklas Krüger.
Sie wurde 2018 an der HTW in Berlin fertiggestellt.

Es wäre unglaublich, wenn das Projekt eine hohe Reichweite bekommt, nur so kann es eventuell umgesetzt werden.

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Bei Fragen oder Anregungen können Sie mir gerne eine Email schreiben.

Wenn Sie mehr über die Bachelorarbeit erfahren möchten, kann ich Ihnen gerne meine Bachelorarbeit in Form einer PDF schicken!